• Anke Parr

Wie schläfst du?


Laut einem Gesundheitsreport der Krankenkasse DAK von 2017 haben 80% aller Erwerbstätigen gelegentlich Schlafprobleme.

Seit 2010 sind Schlafstörungen bei Berufstätigen im Alter von 35 bis 65 Jahren um 66 Prozent angestiegen.

Jeder zehnte Beschäftigte gab an, unter schweren Schlafstörungen zu leiden, sogenannten Insomnien, zu denen Ein- und Durchschlafschwierigkeiten, schlechte Schlafqualität, Tagesmüdigkeit sowie Erschöpfung gehören. Seit 2010 gab es hier einen Anstieg von 60%.


Ich gehörte auch zu der immer größer werdenden Gruppe der Menschen mit Schlafproblemen. Schon als Kind wachte ich bei jedem Geräusch auf und lag dann lange wach. Durch meinen stressigen Beruf im Investment Banking in der City von London, mit den oft extremen Arbeitsstunden und vielen Reisen rund um die Welt, wurden meine Schlafschwierigkeiten verstärkt.

Ich lag lange wach, bis ich einschlafen konnte. Oder ich schlief sofort ein, weil ich komplett übermüdet war, wachte dann aber zwischen 2 und 4 Uhr morgens auf und brauchte Stunden, bis ich wieder einschlafen konnte. Diese Hilflosigkeit ist mir noch gut in Erinnerung. Ich hatte wenig Zeit zum Schlafen und dann konnte ich in der Zeit die ich hatte nicht schlafen!

Egal was ich versuchte, von dem sprichwörtlichen „Schäfchen-zählen“ bis hin zu „eine-Kerze-anschauen“ oder autogenes Training, nichts half. Ich bin in diesen frühen Morgenstunden oft richtig verzweifelt gewesen und sehr gestresst. Dann kam ich zu dem Entschluss, einfach so zu tun, als wenn ich schlafe. Dann war ich zumindest nicht mehr gestresst. Das half etwas, hat aber nicht immer funktioniert und ist natürlich nicht zu vergleichen mit echtem Schlaf.


Mit Universal Medicine Modalitäten wie Esoterischem Yoga (das Yoga der Inneren Stille) oder Gentle Breath Meditation (die Sanfte Atemmeditation) habe ich Schritt für Schritt gelernt, meinen Körper wieder zu fühlen.

Ich war Meister im Ignorieren meines Körpers. Für mich war der Körper nur ein Mittel zum Zweck. Jetzt lernte ich, dass der Körper eine unendliche Intelligenz hat.

Durch die Partikel, diese winzigen Teilchen die unseren Körper ausmachen, sind wir direkt mit dem Universum verbunden und deswegen mit einem Wissen, das so viel größer ist als das was wir uns vorstellen können. Den Zugang zu diesem Wissen hat jeder von uns wenn wir uns fühlen, wenn wir also in unserem Körper sind und nicht ständig in unserem Kopf.

Gleichzeitig lernte ich eine Simplizität, die so im Gegensatz zu meinem komplexen Leben stand.

Man macht einfach das was ansteht, ohne sich verrückt zu machen oder alles anders haben zu wollen.

Meine Erfahrung ist, dass viel Arbeiten nicht das ist, was ermüdet. Was uns fertig macht ist der Widerstand, den wir gegen das haben was wir tun oder das was gerade passiert.

Wie man im Englischen so schön sagt: das Pushing und Pulling. Aber ohne Widerstand geht man einfach mit dem Fluß des Tages, gibt in jedem Moment sein Alles und ist trotzdem nicht erschöpft.


Dieses zu meinem Körper Zurückkommen hat mir eine unbeschreibliche Ruhe gebracht. Eine Ruhe, die ich so noch nicht in meinem Leben kannte. Schlafen ist überhaupt kein Problem mehr. Entweder schlafe ich durch oder ich wache kurz auf, drehe mich um, und schlafe einfach weiter. Ich kann sogar sitzend im Auto oder im Zug schlafen, etwas was ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht hätte vorstellen können.

Ich kann jetzt diese Einfachheit wieder leben: Ich spüre meinen Körper, der ist müde, ich erlaube mir zu schlafen. Und dann schlafe ich einfach ein.

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